15.11.2010

Berlin 2010

Hi an alle
Heute vor einer Woche bin ich gerade erst wieder frisch aus Berlin da gewesen und hatte noch viel auszupacken. Dafür gibt es jetzt den exklusiven Berlin-2010-Bericht.
Am Mittwochmorgen um 10 Uhr trafen sich die Poloitik AK des PGH, mit Herr Storz, Frau Masset und Herr Hönekop, viele Jugendräte aus verschiedenen Stadtteilen Stuttgarts und ein paar Schülerinen vom St. Agnes Gymnasium am Gleis 10 des Stuttgarter Hauptbahnhofs. Bis alle da waren verging schon ein wenig Zeit und unser ICE nach Berlin kamm Planmässig um 10.51 an. Gerade mal 2 Minuten hatten wir um einzusteigen bis der Zug wieder losfuhr und ab da standen wir erstmal auf den Gängen des Wagons und suchten unsere (zum Glück reservierten) Plätze. Zusammen mit Alex hatten ich einen gechillten Platz am Ende des Abteils und zusammen mit meinen Kopfhörern, und einem Buch ("Krasse Abstürze" von Natasha Sagorski, vlt bald mehr dazu) und gelaber mit Alex gingen die acht Stunden Fahrt nach Berlin vorrüber.
In Berlin angekommen wurden wir von Regen und Wind empfangen, welcher uns über die Tage begleiten sollte. Beeindruckt vom neuen Hauptbahnhof Berlins ("da fährt alles über und untereinander Quer zueinander, unglaublich") fuhr uns ein gemieteter Bus zu unserem Hotel in Berlin-Hohenschönhause, gleich neben dem Ex-Stasi-Gefängnis. An diesem Abend asen wir im Hotel das einzige mal zu Abend. Danach machten wir zwei uns auf den Weg Marius zu treffen, der zufällig mit seinen Eltern auch in Berlin war und der an diesem Tag unbedingt das Bayern-Spiel anschauen wollte. Wir fuhren also zum Alexanderplatz, unserem ausgemachten Treffpunkt, und machten uns zu dritt auf die Suche nach einer SportBar um das Spiel zu schauen. Dieser Versuch stellte sich für Berlin-Beginner als ziemlich große Hürde heraus, denn auch nach einer halben Stunde hatten wir nicht wirklich etwas gefunden. Der erste Lichtblick war der IrishPub am Hackeschen Markt, in dem zwar das Spiel gezeigt wurde, es jedoch leider zu voll war. Also suchten wir weiter und fanden zufällig den "Bang Bang Club", wo aber kein Fußball lief. Nach weiteren 20 Minuten fanden wir in ein kleines Restaurant im amerkinaischen Dinner-Style wo das Spiel gegen Cluj gezeigt wurde. Außerdem gab es dort sehr leckere Burger ;)
Obwohl wir als unter 18 Jährige nicht länger als 24 Uhr draußen sein durften, kammen wir erst um ein Uhr nach Hause. Geholfen hat uns dabei, dass wir uns auf einer Liste als 18+ eingetragen hatte, die die Lehrer zum Glück nicht unter die Lupe genommen hatten.
Der Donnerstag war vollgeplant. Um 10 Uhr stand ein Besuch im Bundestag an und somit mussten wir um halb neun schon losfahren. Nachdem wir gut durch die Rushhour gekommen waren, mussten wir noch einen Sicherheitscheck, wie am Flughafen über uns ergehen lassen, bis wir auf die Zuschauerränge im Plenarsaal durften. Dort erklärte uns ein glatzköpfiger Mann, die Geschichte und die Funktion des Bundestages auf sehr unterhaltsamme Weise. Danach konnten wir auf dem Dach des Reichstagsgebäudes die Kuppel und alles weitere selbst Erkunden. Um 12 Uhr trafen sich alle ein paar Straßen weiter im italienischen Edel-Restaurant la Antica Lasagneria, in dem wir jedoch nichts italienisches zu essen bekammen, sondern ein vorbestelltes Menü. Der Busfahrer holte uns nach dem Essen wieder ab und wir wurden zum Ex-Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen gefahren. Hier wurden in der DDR Staatsfeinde, oder solche die dazu erklärt wurden, eingesperrt und mit zwielichten Methoden verhört. Da das Gefängnis nur ein kleines Stück von unserem Hotel entfernt lag, konnten wir danach kurz ins Hotel. Danach wurden wir mit dem Bus zum Maximilians, eine Art Hofbräu-Haus für Exil-Bayern in Berlin, gefahren, wo ein Buffet aus typisch bayrischem Essen auf uns wartete. Von der Weißwurst, bis zu den Brezeln hatten sie alles da und wir konnten uns richtig satt essen. Das offizielle Programm war danach beendet und mit Hilfe eines Iphone, Googlemaps und ein bischen Fragen suchten wir uns eine Cocktailbar. Wir fuhren dafür nach Friedrichshain, nachdem uns gesagt wurde das wir dort schon etwas finden würden. Als wir angekommen waren, hatte ich zuerst den Eindruck wir sind außerhalb Berlins, aber nachdem wir ein wenig durch die Straßen gelaufen waren, fanden wir das Kingston. Jeder Cocktail 4€ und auch noch genug Platz für uns 30 Leute, was besseres hätten wir eh nicht gefunden. Also bestellten wir unsere Getränke und chillten dort. Wieder im Hotel angekommen ging die Party auf den Zimmern weiter.
Nächster Tag neues Programm. Um uns weiter politisch zu bilden stand heute ein Besuch des Kanzleramts auf dem Plan, was schon eher zu den exklusiveren Dingen in Berlin gehört, die man als Tourist machen kann. Wieder wurden wir gefilzt wie Schwerverbrecher und nachdem alle Drinnen waren, wurden wir durch das Amt geführt. Neben etlichen Bildern und Skulpturen, Indoor-Gärten sowie Gastgeschenke anderer Länder (wusstet ihr das George Bush Angela merkel eine DVD/CD -Box geschenkt hat?) und den Ex-Bundeskanzler-Gemälden sahen wir auch einen großen Tagungsraum und den Ort der offiziellen Pressekonferenzen der Bundeskanzlern.
Danach gab es eine unverzichtbare Stadtrundfahrt (die viele zum schlafen nutzten), die uns in viele verschiedene Teile Berlins führte, bis wir zum Mittagessen in ein Maredorestaurant gebracht wurden. Die Portion dort war aber dermasen klein, dass ich danach noch locker eine orginal Berliner Curry-Wurst mit Pommes as. Der Bus fuhr uns weiter, diesmal an den Checkpoint Charlie, wo wir in der Bundeszetrale für Politischebildung einen Vortrag über die EU hörten. Nach dieser Veranstaltung konnten wir wieder gehen wohin wir wollten und Alex und ich fuhren zurück ins Hotel um uns für den Partyabend zu richten. Wir hatten noch keinen Plan wo wir hin sollten, aber der Typ an der Rezeption gab uns einen Flyer vom "Q-Dorf", einer Disco direkt am Ku´damm. Die Türsteher nahmen dort zwar allen unter 18 die Persos ab, aber dafür gab es 3 verschiedene Floors und extrem viele Bars (offiziel 18). Es war schon etwas anderes in Berlin zu feiern. Der DJ hat zumindest auf dem Main Floor (Chart-Music) die Menge viel vehr angeheizt und auch mal eine Sekt-Flasche springen lassen, wenn die Leute kleine Aufgaben erfüllten (z.B. zu ihm kommen und "Ich liebe dich" sagen). Die Dance-Floors waren alle voll und die Stimmung echt gut. Zusammen mit den anderen vom Jugendrat und St. Agnes feierten wir bis wir raus mussten

Am Samstag konnten wir zum Glück ausschlafen. es stand nur noch ein Programmpunkt auf unserem Plan und zwar ein Besuch im Willy-Brandt-Haus, der Bundeszentrale der SPD, da wir von Ute Vogt eingeladen worden waren (also nichts selber zahlen mussten). Nach einer kurzen Führung, gab es nebenan im Restaurant das letzte Mittagessen und danach wurden wir vom Busfahrer wieder zum Hauptbahnhof gefahren. Auf der Rückfahrt ging die Zeit schneller vorbei, da wir uns nun alle kannten und neben einer Runde Poker gab es auch viele Bilder anzuschauen.

Gruß Lukas

Kommentare:

  1. Hey Lukas, das hört sich ja alles echt gut an, seid ihr mit der Schule nach Berlin?? Ich hab nicht so ganz verstanden, warum ihr die ganze Zeit zum essen eingeladen wurdet...?! Wenn ich mal nach Berlin komm, weiß ich ja jetzt von wem ich die Party Tipps bekomme ;-)
    Liebe Grüße aus Barcelona!

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  2. Hi Isabell, ja wir wurden eingeladen von Ute Vogt. Die Sitzt für die SPD im Bundestag und da hat jeder ein Budget um Jugendliche aus seinem Wahlkreis nach Berlin zu holen. Da wir aus Baden-Württemberg ja so weit weg wohnen dürfen wir 4 Tage bleiben, andere nur 3 oder 2 je nachdem wie nah sie an Berlin Wohnen. Also Unterkunft und Verpflegung wurde uns gezahlt, aber wir konnten in den Restaurants nie selbst auswählen, leider.
    Wir tauschen einfach, in Barcelona kennst du dich dafür viel besser aus ;)
    Grüße aus der Heimat zurück und bis bald in Barcelona :)

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  3. Mein Gott werd ich neidisch, wenn du so von deinen Ausflügen erzählst :D
    Hab schon gewartet, wann der nächste Artikel von der kommen würde. Du meintest Disco in Berlin sei was anderes. Nur wegen der Größe oder allgemein wegen der Stimmung? ich denk ich wär auch vollkommen überfordert gewesen, was gescheites für Abends zu finden ;)


    Gruß Max

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  4. Hey max,
    danke für dein kommentar :)
    Ja, dieses Jahr war echt ein ausflugreiches Jahr^^
    1. Von der Größe. Dort waren 3 Floors (House-, Black- und mainfloor) und weitere 18 Bars, zumindest offiziell (ich hab aber nur 13 gezählt, vlt meinen die auch Theken). Aber das Penthouse oder der PerkinsPark sind ja auch ganz schön groß eig.
    2. Die Stimmung. Der Housefloor war kacke, leider. Der Blackfloor (HipHop) ging wirklich gut ab. und es war auch ziemlich dunkel dort^^. Auf dem mainfloor lief Chartmusik und was völlig anders als in Stuttgart war, der DJ hatte eine Stunde nach Einlass alle mädels auf eine Theke geschickt und dort sollten sie so sexy sie können tanzen und damit das auch funzt, gab es jede halbe Stunde für die "sexy´ste Tänzerin", was der DJ entschied, ein Freigetränk oder auch mal ne Flasche Sekt umsonst. Das hab ich in Stuttgart noch nicht erlebt. Außerdem hat der DJ öfters mal "BERLIN" gerufen und alle sind ausgetickt hahaha jaja die Berliner sind hald übel stolz auf ihre City :D

    Gruß Lukas

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