Leider war meine Freundin für drei Wochen zu ihren Großeltern gefahren, da ihre Eltern so den Umzug besser bewältigen konnten. Eine Woche waren wir getrennt. Bis...
Ein einziges Telefonat mich dazu bewog, die schöne Stadt Stuttgart zu verlassen und für vier Tage nach Bremen, in den hohen Norden zu fahren. Was aus einer lustigen Überlegung heraus gesagt worden war, entwickelte sich nach einer kurzen Internetrecherche zu einem handfesten Plan. Ich informierte meine Eltern (jetzt wo ich 18 bin seh ich es nicht ein deshalb extra um Erlaubniss zu bitten) und Viola fragte ihre Großeltern, mir war es aber auch wichtig das die Eltern davon wussten (wer will es schon Ärger mit den Eltern der Freundin xD). Als alles geklärt war rief ich einen Typ an der auf mitfahrgelegenheit.de (einer echt guten Seite, schaut sie euch an) eine Fahrt von Stuttgart nach Bremen anbot und noch Plätze frei hatte. Nach 5 Minuten hatte ich einen Platz nach Bremen für 35€ (Bahnnfahrt hätte 70€ gekostet)
Am Montag um 13.15 Uhr war die Abfahrt geplant, also bin ich davor noch Morgens zum Frisör und stand pünktlich Mittags am der S-Bahn-Station Neckarpark. Das war meine erste Fahrt per Mitfahrgelegenheit, mein erstes mal in Bremen, ALLEIN (naja fast).
Als ich am Ausgang der Station war, wartete dort schon eine junge Asiatin, die zurück nach Bremen wollte. Pünktlich fuhr der Wagen vor. Ein S-Klasse Mercedes mit AMG Ausstattung. Jeder Sitz war eigenständig Einstellbar, neben Sitzheizung und Lehne auch die Nackenstütze, außerdem gab es einen DVD-Player mit zwei Bildschirmen, ein Boardcomputer mit allem was man braucht und die vorderen Sitze hatten eine Massagefunktion. Die Hinfahrt war herrlich und das für 35€ = unglaublich.
Nach 5 Stunden Fahrt, bei der wir mit 180-250km/h durchgefahren sind, waren wir in Bremen. Am Hauptbahnhof Bremen wurden wir rausgelassen, der Fahrer wollte am selben Abend noch zurück und hatte nur vor einen Verwandten abzuholen. Vom Hauptbahnhof war es nichtmehr weit bis nach Achim, einem Vorort von Bremen in dem Violas Großeltern wohnen. Ich ging erstmal zum DB-Service-Point um rauszufinden wann und wo ein Zug nach Achim fahren würde und danach kaufte ich in einem kleinen Blumenladen im Bahnhof einen Strauß Rosen, bisher fand ich es zu spießig Blumen mitzubringen, aber das war eine perfekte Gelegenheit :)
Der Regionalexpress fuhr aus Bremen direkt durch die nächsten Käffer und als ich in Achim ankamm musste ich feststellen das auch dies eins war. Der Bahnhof lag verlassen da, die Sonne versteckte sich hinter den Wolken, das Wetter war mir viel zu herbstlich. Zusammen mit den Blumen und meinem Gepäck wartete ich auf Viola und ihren Opa, die mich abholen wollten.
Bei den Großeltern angekommen wurde ich von der gesammten Familie begrüßt, die an diesem Tag zu Kaffee und Kuchen da gewesen war und gerade gehen wollte. Danach wurde mir zuerst etwas zu essen angeboten, wie Großmütter eben sind. Das Haus hatte diesen typischen Opa/Oma-Charme mit Häckeldeckchen und alten Möbeln. Ich bekamm mein eigenes Zimmer und meine Freundin zeigte mir den Rest.
Am nächsten Morgen wollten wir nach Bremen fahren um die Stadt anzuschauen und einfach die Zeit zu genießen. Die Großeltern hatten für uns sogar Zugtickets gekauft. In Bremen angekommen dachte ich Viola hätte eine Ahnung wo wir hinmüssen, aber da sie sich bisher nie für die Stadt intressiert hatte, kannte sie sich null aus, es blieb also an mir hängen. Wir informierten uns an einem i-Punkt und fanden heraus wie wir zu den Sehenswürdigekeiten im Stadtkern gelangten. Zu Fuß gelangten wir unserem Ziel näher. Der "Roland" eine 5m große Statue und ein Wahrzeichen der Stadt. Daneben das Bremer Rathhaus und der Senat. Um die Ecke findet man auch die original Bremerstadtmusikantenstatue. Auf diesem Platz genossen wir die seltenen Sonnenstrahlen. Als es immer stärker windete und die Sonne sich wieder versteckte verzogen wir uns in den nahegelegenen Starbucks.
Nachdem es draußen wieder besser aussah liefen wir weiter durch die Stadt, wir hatten zwar keine Ahnung wohin wir wollten, aber zur Not hatte ich einen Stadtplan dabei, damit wir wieder zum Bahnhof zurückfanden. Mittlerweile war es Nachmittag geworden und als wir am Bahnhof waren hatten wir zufällig das örtliche Cinemaxx entdeckt. Sie wollte Brautalarm, ich Cars 2 anschauen. Wir machten uns also auf den Weg ins Kino, an einem Tag wie diesem eine sehr gute Idee. Wir konnten uns aber nicht einigen in welchen der beiden Filme wir gehen sollten. Kurz vor der Kasse hatten wir uns dann geeinigt das wir diesesmal in Brautalarm gehen und das nächste mal in Cars 2. An der Kasse wurde uns dann blöderweise mitgeteilt das Brautalarm eine Stunde später lief als auf dem Plan stand, somit ging es dann doch in Cars 2. Der Film war in 3D und echt gut gemacht, kann ich nur weiterempfehlen, egal wie alt ihr seid. Wir waren eindeutig die ältesten im Saal, abgesehen von den Müttern die mit ihren 8 jährigen Söhnen da waren. ^^
Das Abendessen im Hause Wulfmeyer war dann wieder ein Highlight. Die Situation erinnerte mich die ganze Zeit über an meine eigenen Großeltern, immer besorgt um die Gesundheit der Enkel ("zieh doch noch eine Jacke an") und immer genug Essen für alle da ("nimm doch noch was"), anscheinend war das allen Omas gleich, aber ich fühlte mich dadurch eindeutig wohler. Zusammen mit Viola und ihrer Schwester Myrta schaute ich "Eiskalte Engel" an und ging früh genug ins Bett um den nächsten Tag nochmal richtig ausgeschlafen zu erleben.
Am Mittwoch war genauso blödes Wetter wie am Tag zuvor. Die Stadt hatte mich jedoch in ihren Bann gezogen. Wir fuhren nocheinmal nach Bremen und fuhren per Straßenbahn zum Schnoor, dem Altstadtviertel. Die Straßen waren hier mit Kopfsteinplaster ausgelegt und je weiter wir hineinwanderten, desto enger wurden die Gassen. Wir kammen an einem kleinen Platz mit einer Kreuzung vorbei, sowie an einem Weihnachtsladen (im Sommer) der das ganze Jahr über Weihnachtsschmuck verkauft. Kurz darauf fanden wir die engste Gasse von allen. Zu Beginn passten noch zwei Personen nebeneinander, aber weiter hinten konnte man nur noch einzeln durchgehen. An dieser Gasse lag hinter den Häusern versteckt ein Restaurant in das die Gäste nur durch diesen schmalen Weg kammen.
Wir liefen noch ein bisschen und gelangten bald an das Ufer der Weser. Neben dem Fluss verlief ein Weg in Richtung Weser-Stadion und man konnte direkt zum Wasser. Der Himmel hatte bisher noch keine Träne vergossen und so setzten wir uns an den grasbewachsenen Damm.
Als es Mittag wurde brachen wir auf. Ich wollte unbedingt in die Waterfront, eine riesige Shoppingmall nach amerikanischem Vorbild. Wir mussten dazu mit der Straßenbahn bis zur Haltestelle "Use Akschen" fahren, richtig komischer Name. Von dort aus waren es nur ein paar Meter zu Fuß. Der Eingangsbereich war schon ultimativ groß. Sicherlich so hoch wie der Königsbau, hat die Waterfront aber nur ein Stockwerk, und ist trotzdem von der Fläche zehn mal so groß wie der Königsbau. Es gibt drei Hauptgänge und eine richtig große Halle in der nur "Restaurants" (hauptsächlich Fastfood) sind. Das Highlight der Mall ist eindeutig der Primark, den es in Deutschland nur in Bremen und in Frankfurt gib. Primark kommt aus UK und bietet Kleidung zu Spottpreisen, aber im Gegensatz zu Kik mit einer annährend gleichen Qualität wie H&m und Co. Nachdem wir eine Stunde lang den ganzen Laden nach geilen Sachen abgesucht hatten, liefen wir mit zwei dicken Tüten voll mit Schuhen, Handtüchern und Klamotten aus dem Geschäft. Wir machten einen Abstecher in den Food Court um uns zu stärken und schauten uns noch ein paar der anderen Läden an.
Ein einziges Telefonat mich dazu bewog, die schöne Stadt Stuttgart zu verlassen und für vier Tage nach Bremen, in den hohen Norden zu fahren. Was aus einer lustigen Überlegung heraus gesagt worden war, entwickelte sich nach einer kurzen Internetrecherche zu einem handfesten Plan. Ich informierte meine Eltern (jetzt wo ich 18 bin seh ich es nicht ein deshalb extra um Erlaubniss zu bitten) und Viola fragte ihre Großeltern, mir war es aber auch wichtig das die Eltern davon wussten (wer will es schon Ärger mit den Eltern der Freundin xD). Als alles geklärt war rief ich einen Typ an der auf mitfahrgelegenheit.de (einer echt guten Seite, schaut sie euch an) eine Fahrt von Stuttgart nach Bremen anbot und noch Plätze frei hatte. Nach 5 Minuten hatte ich einen Platz nach Bremen für 35€ (Bahnnfahrt hätte 70€ gekostet)
Am Montag um 13.15 Uhr war die Abfahrt geplant, also bin ich davor noch Morgens zum Frisör und stand pünktlich Mittags am der S-Bahn-Station Neckarpark. Das war meine erste Fahrt per Mitfahrgelegenheit, mein erstes mal in Bremen, ALLEIN (naja fast).
Als ich am Ausgang der Station war, wartete dort schon eine junge Asiatin, die zurück nach Bremen wollte. Pünktlich fuhr der Wagen vor. Ein S-Klasse Mercedes mit AMG Ausstattung. Jeder Sitz war eigenständig Einstellbar, neben Sitzheizung und Lehne auch die Nackenstütze, außerdem gab es einen DVD-Player mit zwei Bildschirmen, ein Boardcomputer mit allem was man braucht und die vorderen Sitze hatten eine Massagefunktion. Die Hinfahrt war herrlich und das für 35€ = unglaublich.
Nach 5 Stunden Fahrt, bei der wir mit 180-250km/h durchgefahren sind, waren wir in Bremen. Am Hauptbahnhof Bremen wurden wir rausgelassen, der Fahrer wollte am selben Abend noch zurück und hatte nur vor einen Verwandten abzuholen. Vom Hauptbahnhof war es nichtmehr weit bis nach Achim, einem Vorort von Bremen in dem Violas Großeltern wohnen. Ich ging erstmal zum DB-Service-Point um rauszufinden wann und wo ein Zug nach Achim fahren würde und danach kaufte ich in einem kleinen Blumenladen im Bahnhof einen Strauß Rosen, bisher fand ich es zu spießig Blumen mitzubringen, aber das war eine perfekte Gelegenheit :)
Bei den Großeltern angekommen wurde ich von der gesammten Familie begrüßt, die an diesem Tag zu Kaffee und Kuchen da gewesen war und gerade gehen wollte. Danach wurde mir zuerst etwas zu essen angeboten, wie Großmütter eben sind. Das Haus hatte diesen typischen Opa/Oma-Charme mit Häckeldeckchen und alten Möbeln. Ich bekamm mein eigenes Zimmer und meine Freundin zeigte mir den Rest.
Am nächsten Morgen wollten wir nach Bremen fahren um die Stadt anzuschauen und einfach die Zeit zu genießen. Die Großeltern hatten für uns sogar Zugtickets gekauft. In Bremen angekommen dachte ich Viola hätte eine Ahnung wo wir hinmüssen, aber da sie sich bisher nie für die Stadt intressiert hatte, kannte sie sich null aus, es blieb also an mir hängen. Wir informierten uns an einem i-Punkt und fanden heraus wie wir zu den Sehenswürdigekeiten im Stadtkern gelangten. Zu Fuß gelangten wir unserem Ziel näher. Der "Roland" eine 5m große Statue und ein Wahrzeichen der Stadt. Daneben das Bremer Rathhaus und der Senat. Um die Ecke findet man auch die original Bremerstadtmusikantenstatue. Auf diesem Platz genossen wir die seltenen Sonnenstrahlen. Als es immer stärker windete und die Sonne sich wieder versteckte verzogen wir uns in den nahegelegenen Starbucks.
Nachdem es draußen wieder besser aussah liefen wir weiter durch die Stadt, wir hatten zwar keine Ahnung wohin wir wollten, aber zur Not hatte ich einen Stadtplan dabei, damit wir wieder zum Bahnhof zurückfanden. Mittlerweile war es Nachmittag geworden und als wir am Bahnhof waren hatten wir zufällig das örtliche Cinemaxx entdeckt. Sie wollte Brautalarm, ich Cars 2 anschauen. Wir machten uns also auf den Weg ins Kino, an einem Tag wie diesem eine sehr gute Idee. Wir konnten uns aber nicht einigen in welchen der beiden Filme wir gehen sollten. Kurz vor der Kasse hatten wir uns dann geeinigt das wir diesesmal in Brautalarm gehen und das nächste mal in Cars 2. An der Kasse wurde uns dann blöderweise mitgeteilt das Brautalarm eine Stunde später lief als auf dem Plan stand, somit ging es dann doch in Cars 2. Der Film war in 3D und echt gut gemacht, kann ich nur weiterempfehlen, egal wie alt ihr seid. Wir waren eindeutig die ältesten im Saal, abgesehen von den Müttern die mit ihren 8 jährigen Söhnen da waren. ^^
Das Abendessen im Hause Wulfmeyer war dann wieder ein Highlight. Die Situation erinnerte mich die ganze Zeit über an meine eigenen Großeltern, immer besorgt um die Gesundheit der Enkel ("zieh doch noch eine Jacke an") und immer genug Essen für alle da ("nimm doch noch was"), anscheinend war das allen Omas gleich, aber ich fühlte mich dadurch eindeutig wohler. Zusammen mit Viola und ihrer Schwester Myrta schaute ich "Eiskalte Engel" an und ging früh genug ins Bett um den nächsten Tag nochmal richtig ausgeschlafen zu erleben.
Wir liefen noch ein bisschen und gelangten bald an das Ufer der Weser. Neben dem Fluss verlief ein Weg in Richtung Weser-Stadion und man konnte direkt zum Wasser. Der Himmel hatte bisher noch keine Träne vergossen und so setzten wir uns an den grasbewachsenen Damm.
Danach mussten wir uns auch schon beeilen, um die Bahn Richtung Achim zu bekommen. Der letzte Abend in Bremen wurde mir nochmal mit einem hervorragenden Essen versüßt. Die wenigen Stunden die uns noch blieben verbrachten wir zusammen, denn am nächsten Morgen stand der Abschied an, nachdem wir wieder für mehr als eine Woche getrennt sein würden.
Meine Sachen waren nicht viel durcheinander gekommen ich musste nur irgendwie meine neu erworbenen Klamotten noch unterbringen. Um halb elf ging es dann von Bremen wieder zurück nach Stuttgart, diesesmal in einem weniger luxuriösen Auto, aber für 30€ kann man sich nicht beklagen.
Das End vom Lied: Bremen ist eine schöne Stadt und bei besserem Wetter sicher noch ein Besuch wert, die Tage haben sich aufjedenfall gelohnt. Dabei sind mehr als 300 Fotos entstanden und später auch ein Fotobuch mit den besten Bildern. Was ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann ist die Seite mitfahrgelegenheit.de ohne die günstigen Fahrten hätte dieser Kurztrip wahrscheinlich nicht stattgefunden.
Kurz vor meinem Ibizaurlaub, um den es in den nächsten Artikeln gehen wird, kamm Viola wieder zurück und wir konnten uns einen Tag vor meinem Abflug noch einmal sehen. ♥

Du hast echt ne hübsch freundin :))
AntwortenLöschenDie kann sich glücklich schätzen das du für sie extra nach bremen gefahren bisch :))