04.07.2012

Die Vereinten Nationen zu Gast in Stuttgart


Die United Nations, kurz UN, sind die größte diplomatische Vereinigung in der Geschichte. Gegründet nach dem zweiten Weltkrieg, mit dem Ziel so etwas für immer zu verhindern, sitzen auch abgeschottete Länder wie Kuba, Iran oder Nordkorea in den Vereinten Nationen.

Um dieses einzigartige politische Gremium mit all seinen Facetten kennen zu lernen veranstaltet der Deutsche Model United Nations e.V. jedes Jahr Modell United Nations um interessierten Schülern Einblick in die Arbeit der Diplomaten zu geben. Mehrere Tage versetzen dich die Jugendlichen in die Rolle eines Abgeordneten und vertreten die jeweiligen Interessen ihres Landes in den verschiedenen Ausschüssen.
Das Paracelsus Gymnasium Hohenheim schickte dieses Jahr vier Schüler des Politik AK zu Modell United Nations Baden Württemberg (MUNBW), welche vier Tage lange im Haus der Wirtschaft in Stuttgart zusammen mit mehr als 600 anderen Jugendlichen aus ganz Baden Württemberg, Deutschland und Europa die Arbeit der UN nach bildeten. Die Schüler vertraten die Vereinigten Staaten Mexikos in der Generalversammlung, dem Wirtschaft und Sozialrat, dem Hauptausschuss 4, ein Untergremium der Generalversammlung und Menschenrechtsrat. Nach dem in der Vorbereitungsphase Arbeitspapiere und Positionspapiere zu den verschiedenen Themen angefertigt worden waren wurde es nun ernst. Alle beteiligten waren verpflichtet den diplomatischen Kodex zu befolgen, dazu zählt nicht nur angemessene Kleidung wie Anzug, mit Krawatte sondern auch das unterlassen der direkten Rede, was nicht immer leicht viel.
Nach einem Vorbereitungswochenende und einem Vortreffen der Gremien einen Tag vor beginn der Simulation, wurde MUNBW im Stuttgarter Rathaus offiziell eröffnet. Am Nachmittag gab es den ersten Sitzungsblock in dem in den Gremien über das Thema abgestimmt wurde, danach hielten die ersten Delegierten eine Rede. Langsam gewöhnten sich alle an die neuen Begriffe und Verhaltensweisen und die Debatten wurden immer hitziger.
In der Generalversammlung ging es um die Sicherheit und den Schutz des UN Personals, welches in Krisenregionen der Welt von Entführungen und Anschlägen bedroht wird. Natürlich wollten Nationen wie die USA, Großbritannien und Frankreich ihre Soldaten besser schützen, aber nicht mehr bezahlen und drohten damit diese abzuziehen. Die ersten Koalitionen bildeten sich zwischen den afrikanischen Staaten, welche auf die Hilfe durch UN Personal angewiesen sind, und den westlichen Ländern. Während der Iran und Pakistan immer wieder die westlichen Mächte für ihre Politik angriffen und sie als Imperialisten darstellten. Nachdem die Fronten geklärt waren, erarbeiteten die Gruppen in etlichen Lobbyingphasen Resolutionsentwürfe zu diesem Thema, jeder wollte mitreden und das beste für sein Land einbringen. Schließlich wurden die Entwürfe eingereicht und diskutiert, wobei die Delegierten nicht mit Spitzen gegen die anderen Nationen sparten. Es kristallisierte sich heraus, das eine kleine Gruppe um Bhutan keine Chance hat ihren Resolutionsentwurf durch das Gremium mit mehr als 100 Delegierten zu bringen und so teilten sich diese auf die Seite der USA beziehungsweise der afrikanischen Staaten rund um Ghana und Gabun auf. Das alles geschah jedoch nicht an einem Tag, es erstreckte sich auf zwei ganze Tage, die voll von Reden, Anträgen und Lobbyingphasen waren. Am letzten Tag der Simulation wurde zu beginn über die Resolutionsentwürfe abgestimmt und wie zu erwarten bekam der Antrag der USA, Frankreich und Großbritannien die meisten Stimmen. Ab diesem Zeitpunkt konnten Änderungsanträge formuliert und gestellt werden, über jeden Absatz des Entwurfs wurde diskutiert und abgestimmt, bis am Ende die Zeit knapp wurde. Frankreich stellte darauf hin den Antrag über den Resolutionsentwurf als Ganzes ab zu stimmen, welcher von den meisten Nationen dankbar angenommen wurde. Die letzte Sitzung der Hauptversammlung endete mit der Verabschiedung der Resolution.
Auch wenn das alles nun einen recht trockenen Eindruck macht, so entwickelte sich unter den Delegierten ein freundschaftliches Verhältnis was in den Pausen und an den Abenden deutlich wurde. Die Veranstalter hatten für den zweiten Abend die Mono Bar gemietet und nach der anstrengenden Abendsitzung, die bis 22 Uhr anhielt, ging es danach zum „After Work Clubbing“. Die Bar war gefüllt mit feierwütigen Jugendlichen in Hemd und Kostüm und spätestens als der DJ die üblichen Clubhits anspielte war die Tanzfläche voll. Dieser Abend entschädigte für jede lange Rede und langweilige Diskussion. Als am nächsten Tag der Vorsitzende sich für seine Müdigkeit entschuldigte konnten das viele verstehen.
Der letzte offizielle Part der Model United Nations Baden Württemberg war der Diplomaten Ball am Abend des letzten Sitzungstages. In einer Veranstaltungshalle gab es einige abschließende Worte des Generalsekretärs und ein Buffet. Danach verschwanden viele Jungs zum Fernseher um das Spiel Real Madrid gegen Bayern München zu verfolgen. Das spannende Spiel das erst im Elfmeterschießen entschieden wurde gewannen die Bayern und so wurde der deutsche Sieg auf der Tanzfläche bis tief in die Nacht gefeiert.
Die MUNBW hat Jugendliche aus ganz Europa zusammengebracht und hat ihnen gezeigt wie diese Organisation arbeitet, wobei der Spaß nicht zu kurz kam. Sicherlich war es nicht immer einfach den Debatten zu folgen oder selbst Reden zu halten, aber insgesamt haben alle daraus gelernt und neben neuen Bekanntschaften sicher auch ein großes Stück politische Bildung mitgenommen.
Vier der Vorsitzenden covern "I want it that way" von den Backstreet Boys




PS: Der Bericht war für unser Schulmagazin. Demnächst wird es wieder persönlicher ;)

03.03.2012

Telekom Streetgig mit Casper


Hey ich bin wieder zurück. Es ist viel passiert und deshalb verlier ich keine Zeit und berichte euch von den aktuellsten Ereignissen. Let´s GO!
Wie ihr wisst bin ich sehr aktiv auf Twitter (@Luxx_us) und so kam es das ich letzte Woche über einen Tweet von t_Reporter gestolpert bin. Die Deutsche Telekom veranstaltet als PR-Kampagne immer wieder sogenannte "Streetgigs", das sind Konzerte an speziellen Orten, nicht nur auf Straßen, für welche man die Tickets nur gewinnen kann. Es wurden Twitter-Reporter gesucht, die beim Casper Streetgig im Sensapolis Böblingen nicht nur live vom Konzert sondern auch von ihrem Meet & Greet berichten. Die Verlosung kostete nur einen Anruf und dann hieß es abwarten. Da ich Casper nicht wirklich kannte, vielleicht zweimal eins seiner Videos gesehn hatte, erhoffte ich mir nicht viel, aber als VIP auf ein Konzert gehen und dafür zu Twittern, darauf hatte ich bock.  Am Freitag vor dem Konzert wurden die Gewinner angerufen  und zum Glück nahm meine Mutter den Anruf in meiner Abwesenheit entgegen.
Das Konzert sollte im Sesapolis in Böblingen stattfinden und wie einige vielleicht wissen ist das ein Indoor-Kinderfreizeitpark mit Raumschiff, Klettergarten, Piratenschiff und eben auch einem Märchenschloss vor dem Casper performen sollte. Treffpunkt war der Böblinger Bahnhof, wo ich  Susann, die Betreuerin des Gewinnspiels und von uns Twitter-Reportern, und Vanessa meine Reporter-Kollegin kennenlernte. Wir erhielten unser Arbeitsgerät, ein Sony Ericsson Xperia Arc S mit dem wir an diesem Abend den Account von t_Reporter und Streetgig mit News füttern sollten. Mit dem Taxi ging es daraufhin zum Sensapolis vor dem schon eine handvoll Fans ausharrte. Wir bekammen unsere Tickets und durften zusammen mit anderen Gewinnern schon früher ins Gebäude.
Im Ballsaal oder besser gesagt im Inneren des Märchenschlosses warteten wir nun auf Casper der kurz nach uns erschien. Begleitet von einem Kamerateam der Streetgigs begrüßte er jeden von uns per Handschlag und kam genauso sympathisch rüber wie ihr in vielen Videos sehen könnt. Er unterschrieb für jeden ein Plakat des Streetgigs und stellte sich unseren Fragen. Auch wenn er sehr locker rüberkam, so hat man ihm doch angemerkt das er ziemlich aufgeregt war. Zum Gruppenfoto ging es dann auf die Treppe vor das Schloss und als jeder ein Foto mit ihm gemacht hatte verabschiedete er sich auch schon wieder.
Nun hieß es wieder warten. Wir waren die ersten vor der Bühne und konnten uns deshalb die besten Plätze sichern, aber mit jeder Minute wurde es voller, bis schließlich ca. 800 Leute zwischen Piratenschiff und Bühne standen. Inzwischen hatte ich sogar einen Presseausweiß erhalten, da die Spiegelreflexkamera meiner Schwester zu den schwereren Geschossen im Fotobussines gehört und deshalb für normale Konzertbesucher nicht erlaubt ist. mit dem neuen Ausweiß hatte ich Zutritt zum Pressebereich, der leicht erhöht war um bessere Fotos und Videos zu schießen (ganz gelungen ist es mir trotzdem nicht).
Den Support für Casper machte Muso aus Heidelberg, raptechnisch sehr gut aber kam nicht bei allen Casperfans gut an, die lieber ihren Star sehen wollten.
Um kurz nach halb Neun verdunkelte sich dann die Halle, die Band war bereit, die Bühne wurde vom blauen Scheinwerferlicht und und weißen Nebelschwaden eingehüllt. Casper kam mit einer Wolfsmaske auf die Bühne, nur zwei helle Lichter aus den Augen der Maske durchschnitten die Dunkelheit. Den Auftakt machte "Der Druck steigt", gleichzeitig der erste Song des aktuellen Albums XOXO. Sofort war das Publikum gefangen von der Atmosphäre und ging ab. Die Menge feierte jeden Song und Casper spielte nicht nur neue Songs, sondern auch ein paar von seinen früheren Alben, sowie "Nie auf" das er zusammen mit Cro aufgenommen hatte. Er spielte mit dem Publikum und animierte es immer wieder zum mitmachen. Bei "Mittelfinger hoch" legte er eine gekonnte Überleitung hin und bei "Rock´n´Roll" kam es dann noch zum Wall of Death.
Der ganze Spaß wurde live ins Internet übertragen und wird nochmal am 15.03.12 auf Pro7 zu sehen sein (1:30Uhr). Vanessa und ich twitterten soviel und so gut wir konnten, aber manchmal hatten wir einfach kein Netz in der Halle um Fotos oder Nachrichten hoch zu laden. Das Konzert endete, aber die Fans liesen Casper so schnell nicht gehen, sie verlangten eine Zugabe. Als letzter Song wurde "So perfekt" gespielt, was dem Konzert einen perfekten Abschluss gab. So ging ein bombastischer Konzertabend zu Ende. Die Arbeit als Twitter-Reporter hat Spaß gemacht und ich hab nichts dagegen bald wieder auf diesem Weg zu einem Event zu kommen.